Blitzschäden

Etwa 2 Millionen Blitze richten in Deutschland jährlich Schäden in Höhe von mehreren Millionen Euro an. Als Blitzschäden werden von den Versicherungsgesellschaften Haus- und Waldbrände, sowie zerstörte, elektrisch betriebene Geräte reguliert. Beim Einschlag eines Blitzes kann eine elektrische Spannung von mehr als 100 Millionen Volt zwischen Wolken und Erde vorliegen, beim Blitzschlag fließt ein Strom von etwa 20.000 bis 300.000 Ampere. (siehe Gewitter und Blitzschlag)

 

Sachschäden

Neben den klassischen, mit offener Brandentwicklung verbundenen Blitzschäden treten, mit ständig wachsender Vernetzung durch Kabel und Rohrleitungen zunehmend mehr Überspannungsschäden auf. Überspannungsschäden entstehen durch die Einkoppelung/Induktion einer hohen Blitzspannung in elektrische Leitungen, wodurch meist die angeschlossenen elektrischen Betriebsmittel an beiden Enden der betroffenen Leitung zerstört werden.

 

Personenschäden

Tödlicher Blitzschlag ist in der BRD selten geworden, und die durchschnittlich 3 bis 7 Todesopfer pro Jahr ließen sich durch bessere Vorsichtsmaßnahmen noch weiter reduzieren. Im 19. Jahrhundert wurden in Deutschland noch an die 300 Personen jährlich vom Blitz getötet, da wesentlich mehr Menschen auf freiem Feld arbeiteten und sie sich nicht in Faradaysche Käfige zurückziehen konnten. Im Jahr 2002 starben in Deutschland drei Menschen infolge Blitzschlags, genaue Daten zur Verletzten liegen nicht vor. In den USA gibt es eine Selbsthilfegruppe blitzschlaggeschädigter Menschen und deren Angehörige.